Urlaub mit Oma

5 Tage hatten wir im Urlaub Besuch von meiner Schwiegermutter. Wir hatten es ihr angeboten, aber irgendwie war es dann aber auch ein Überraschungspaket.

Da wir mit meiner Mutter zusammen wohnen, kennen wir es eigentlich, dass immer noch jemand da ist und doch wurde es ganz anders.

Ich weiß gar nicht so genau was ich erwartet hatte, aber ich weiß jetzt was ich vermisst habe. Ich habe festgestellt, dass es mir schwer fällt wenn jemand ständig nur mitläuft, ich mag es, wenn jemand eine eigene Meinung und Wünsche hat, denn ja ich mache es gerne recht, aber das ganze ständig nur zu raten stresst mich.

Was ich schon auf Twitter bejammerte, war die große Menge Kommunikation von der Oma in Richtung des Hühnchens. Wir sind nicht wortkarg, aber wir kommunizieren eher kurz und klar. Und wir quatschen dem Kind das Essen nicht in den Mund. Weil es eh nicht funktioniert. Klar, all das weiß die Oma nicht, aber mir ging es sehr schnell gehörig auf den Senkel.

Was mir auch recht schnell fehlte, war auch mal eine Minute alleine zu sein. Was aber wahrscheinlich mit dem Reden zu tun hat. Der Mann und ich können auch mal nichts sagen und auch das Kind ist es gewohnt auch ohne Kommentare mal 5 Minuten alleine zu spielen. Zum Glück habe ich dann doch die eine oder andere halbe Stunde Ruhe rausorganisieren können.

Ganz schrecklich fand ich das Ins-Bett-Bring-Ding, weil die Oma dabei war. Ich hätte mich gerne mit dem Hühnchen zurückgezogen, aber ohne bequemen Sitzplatz ist es schwierig. Das Hühnchen kam so nicht richtig runter, ich fühlte mich beobachtet, war nicht entspannt, und es dauerte noch länger. Rausschmeißen fand ich auch nicht nett.

Als das Kind dann schlief jeden Abend entweder die gleichen Themen oder wir bekamen die Pointen der Fernsehwerbung erklärt. Die Momente wo man merkt, wie eine allein lebende Frau alt wird.

Die Hoffnung, dass wir mal 2 Stunden zum Essen weg können, zerschlug sich bei mir recht schnell, mit fast 70 ist so ein kleines Kamikaze-Wuselkind einfach zu viel. Auch der Mann sagte das einen Tag später von sich aus.

So waren die 5 Tage mit Oma gefühlt eher 5 Tage mit 2 Kindern, einem kleinem und einem großen.

Ob ich das nochmal machen würde? Wenn, dann nur anders, belebtere Gegend in der man auch ohne Auto wegkommt, getrenntere Räume. Vielleicht lief es auch einfach von Anfang an schief, weil mein Mann die falsche Ankunftszeit notiert hatte und wir die 5 Tage so gehetzt starteten.

Der Urlaub ist zwar noch nicht zu Ende, aber das hier mal niederzuschreiben, fand ich für mich wichtig, um die letzten Tage zu dritt so richtig zu genießen.

Geschnibbseltes zum Beginn der Urlaubswoche

Nach einem Blick auf die Wettervorhersage gestern war ich extrem froh diese Woche Urlaub zu haben, das anstrengende Fahren durch den Schnee letzte Woche hat mir gereicht.

Bis Donnerstag habe ich Zeit hier ein wenig liegengebliebenes zu erledigen (Mails sortieren, im Bankprogramm die Buchungen sortieren, Dokumente digitalisieren, verschlagworten und sortieren) und das zu tun, worauf ich Lust habe.

Freitag geht’s dann mit der Bahn nach München um eine Freundin zu besuchen, Sonntag wieder zurück, Montag dann nochmal ein Tag Urlaub. Dann sind es noch ziemlich genau 100 Stunden zu arbeiten.

Da mein Auto ein hübsches Schneemützchen trägt, habe ich gerade mit dem Telefon „gekocht“, Montags ist ein prima Tag um schwangerschaftstaugliches Sushi zu bestellen, denn dann kommt es aus der Zentralproduktion, wo roher Fisch ganz strikt getrennt behandelt wird. An den anderen Tagen kommt das Sushi aus einem Restaurant, die das Sushi generell nicht so gut machen.

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(gerade angekommen)

Heute Abend steht dann wieder der Vorbereitungskurs auf dem Programm, da werde ich dem Mann das Auto ohne Schneemützchen abnehmen oder mich von ihm fahren lassen.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, kommt meine Schwester samt Familie Mitte der (auf jeden Fall aber spätestens nächste) Woche zu Besuch (zum Teil hier im Haus, zum Teil bei der anderen Oma), das bedeutet vor allem, dass hier Küchen-Chaos herrscht, zu dritt haben wir hier schon unterschiedliche Ordnungsansichten, die meiner Schwester sind allerdings komplett unpassend.

Die letzte Nacht war bis um halb 7 eher unruhig, über die Arbeit träumen ist echt doof, ich hätte in 5 Wochen dann gerne so ein Men-In-Black-Blitzdings. Nachdem der Mann aufgestanden war, habe ich dann komatös geschlafen, noch nicht mal der Schneeschieber konnte mich wieder aufwecken.

Nachdem ich im 2. Trimester mengenmäßig wieder gegessen habe wie vor der Schwangerschaft, muss ich mich langsam ab und zu wieder dran erinnern, mal ne Zwischenmahlzeit einzuschieben, sonst will ich schon um 17 Uhr Abendessen oder wache sehr hungrig auf.

Hrmpf

Ich hatte einen heißen Tipp bekommen, was eine Beleghebamme angeht. Leider hat die genau dann wenn’s los geht Urlaub. Gleich dazu bekam ich die Info, dass 2 weitere Damen von der Liste des Krankenhauses bis dahin weggezogen sind. Nr. 4 ist noch in Elternzeit und Nr. 5 ist mir zu weit weg.

Das war die Liste. Super. Und eigentlich bin ich ja richtig früh dran.

Also Plan B, Im Krankenhaus nehmen was kommt, spart auch das Geld für die Rufbereitschaft.

Bleibt die Suche nach Vor-/Nachsorge-Hebamme. Die Ortshebamme ist nicht mein Fall. Sorry, aber mit nem großen Hund für’s Bild posieren, ne ist mir nicht sympathisch.

Also einen Ort weiter gucken. Dort gibt es die Star-Hebamme, zig tolle Bewertungen im Netz, unter anderem von meiner Schwester, ok, da unsere Geschmäcker weit auseinander liegen, heben wir die mal für Plan F oder so auf.

Zum Glück gibt’s noch ein paar weitere, jetzt erstmal eine angemailt. Innerhalb von wenigen Stunden ne Antwort, ich kenne die auch von früher aus dem erweiterten Sport-Freundeskreis, Spross einer Großfamilie. Jetzt hoffe ich, dass Ihr Urlaub eher Ende Juni liegt. Oder die Vertretung nett ist. Daumendrücken, ja?

Gute Entscheidung

Heute morgen in der Firma zeichnete sich ab, dass ich arg müde war. Da ich Montag schon nen halbe Tag Urlaub genommen hatte, habe ich spontan entschieden, das heute nochmal zu machen.

Noch ne halbe Stunde für’s Zeitkonto gewonnen und dann ab nach Hause. Auf dem Weg noch schnell etwas zu essen eingekauft auf was ich Bock hatte, Smoothie, Tomaten und Naturjoghurt für ein Birchermüsli.

Zu Hause angekommen den Smoothie weggeschlabbert und dann kurz überlegt, raus oder rein. Die Entscheidung fiel auf rein, rein ins Bett. 2 Stunden Schlaf, man war das gut. Schade dass das nicht jeden Tag geht.