Vorsorge #2.8

Seit heute ist nun offiziell Mutterschutz. Praktisch heißt das, es ändert sich nix. Schon gar nicht wenn der Mann tödlichen Männerschnupfen hat. Ein Kombination aus dem Schnupfen, meiner Blase und dem schlecht schlafenden Hühnchen hatten mir die Nacht gründlich versaut. Gefühlt habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen.

Dementsprechend war meine Ärztin heute Morgen beim Vorsorgetermin auch nicht wirklich begeistert von meinem Allgemeinzustand. Das CTG zeigte dann auch schön eine Wehe, Bißchen früh für Ihren Geschmack. Ich wurde ermahnt es jetzt mal ruhiger angehen zu lassen und notfalls gibt es ne Haushaltshilfe (Haha, im Haushalt läuft hier eh immer Sparprogramm, ich bräuchte jemanden der dem Kind gewachsen ist).

Alles andere voll in Ordnung und auch die Kaiserschnittnarbe ist nicht mehr dünner als der Rest.

Beta-Streptokokken-Test wurde dann auch gleich mit gemacht. Leider habe ich vergessen zu fragen, wann Ergebnisse da sind, wäre ja ganz praktisch die nächste Woche zur Geburtsanmeldung mitzunehmen. Ich frage einfach Dienstag mal nach.

Sonst alles ruhig

Also was Anzeichen angeht, die auf eine nahende Geburt hindeuten. 30 Tage noch. Nur die werdende Mutter ist aktiv wie immer. Das Kind im Bauch auch.

Da es nicht wirklich viel spektakuläres zu erzählen gibt, gibt es ein wenig Kleinkram.

Donnerstag habe ich noch etwas für’s Kinderzimmer bestellt, und zwar einen Sessel. Der vorhandene Ikea-Sessel ist blöd, weil man nur schwer daraus aufstehen kann, mit Kind im Arm quasi unmöglich. Den habe ich dann Freitag morgen bei eBay-Kleinanzeigen reingesetzt und abends waren ihn schon los, für 50€. Der neue Sessel kommt schon morgen, ich bin gespannt.

Das Boot (oder auch die Baustelle) schwimmt seit Samstag wieder und so haben wir das letzte Wochenende und den Tag gestern im Hafen verbracht. Drumherum gab es viel zu tun, Polster mussten wieder an Bord, vorher mal kurz durchsaugen und -wischen. Ein Brett ist feuchter geworden als es sollte und muss ersetzt werden bevor wir wieder an Bord schlafen können.

Montag gab’s erstmal einen Spaziergang zum Frauenarzt (Ergebnisse abholen) und eine große Einkaufsrunde, damit ich gestern Kuchen (Käsekuchen mit Rhabarber und Walnusskrokant) backen konnte. Den haben wir gestern mit in den Hafen genommen. Obwohl wir nur zu 8t waren, blieb nur ein Anstandsstück übrig, dass gerade meine Mutter hier zu Hause aufgegessen hat. Das Rezept kommt dann wohl in die Datenbank.

Nach dem Kuchenbacken war ich im Krankenhaus um mich dort anzumelden, nein, keine Außergewöhnlichkeiten, nein, keine Fragen, nein, Kreisssääle kenn ich schon, muss ich nicht noch angucken. Nach ner halben Stunde war ich wieder raus. Danach nur noch schnell etwas für’s Abendessen kaufen.

Heute dann viel organisatorisches geklärt, bei der Physiotherapie gewesen und dann noch kurz zu Fuß Frühstück für morgen eingekauft und Rückporto für die Geburtsanzeige beim Amt besorgt.

Nächste Woche dann vielleicht mal ein Käffchen mit ner Freundin, denn der Kalender ist da noch deutlich leerer als diese und letzte Woche.

Das liebe Geld

Eigentlich dachte ich, dass so ne Schwangere für eine Personalabteilung völlig normal ist, und die schon wissen, was sie zu tun haben.

Leider ist das bei meinem Arbeitgeber nicht so. Die gute Frau hat keinen blassen Schimmer was sie da tut und rechnet. Und fragt deshalb bei mir nach, wie das mit Vermögenswirksamen Leistungen und der betrieblichen Altersvorsorge so ist.

Das mit den vermögenswirksamen Leistungen konnte ich derweil klären. Ob diese von Arbeitgeber während des Mutterschutzes weitergezahlt werden, hängt von der individuellen Vereinbarung, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag ab. Generell werden diese nicht weiter gezahlt, aber werden für die Berechnung des Mutterschaftsgeldzuschuss berücksichtigt.

Das heißt, der Arbeitgeber summiert das Brutto der letzen 3 vollständigen Abrechnungsmonate, bei mir also Januar bis März, zuzüglich der Vermögenswirksamen oder Sachleistungen, berechnet davon das Netto, teilt diesen Betrag durch 90, zieht die 13€/Tag ab die die Krankenkasse zahlt, und das wird pro Tag als Zuschuss ausgezahlt.

Fies fand ich an der ganzen Sache, dass es keine sinnvolle Zusammenfassung dazu im Internet gibt und wegen solche Dinge, wie z.B. Tarifverträge der IG Metall, Suchergebnisse auftauchen, die mehr verwirren als helfen. 2 Stunden habe ich heute für meine Recherchen benötigt, fand ich ärgerlich, besonders, weil mir danach wieder der nervige Brustwirbel wehtat.

Leider ist das Thema Geld damit noch nicht ganz geklärt, denn jetzt streite ich mich noch mit der Firma um den Arbeitgeberanteil an der betrieblichen Altersvorsorge. Meinen Anteil zahle ich privat weiter, das ist bereits geklärt. Ich werde berichten was dabei rauskommt, geht in meinem Fall immerhin um 3 Monate á 75€ und den Zins und Zinseszins der mir entgeht.