Steine

So langsam fallen mir die Steine vom Herzen, die Krippeneingewöhnung läuft endlich.

Am Montag kam quasi der Durchbruch. Ich hatte mit dem Hühnchen abgemacht, dass ich noch mit rein komme, wir mit den Bällen spielen und ich dann Tschüss sage. So haben wir es dann auch gemacht und es gab nur ganz kurz Tränen beim Rausgehen, als ich die Schuhe angezogen hatte, war es schon vorbei.

An diesem Tag hat sie sich dann auch die andere Erzieherin ausgesucht. Eigentlich sollen die Kinder immer von ihrer Erzieherin in Empfang genommen werden, aber wenn die erste willkürlich Zuteilung nicht passt, wird eben getauscht.

Gestern gab es dann schon keine Tränen mehr, heute auch nicht und sie blieb 2 volle Stunden. Morgen werden es dann 2,5, Freitag vielleicht schon 3. Nächste Woche könnten wir dann die 4 vollen Stunden erreicht haben.

Ich bin aber gespannt, wie sich die Ankunft von 2.0 auf die ganze Geschichte auswirkt, bzw. wie es allgemein läuft. Es bleibt also spannend hier im Haus.

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Etwas ernüchtert

Die Krippeneingewöhnung läuft mies. Und genau das kann ich gerade nicht gebrauchen.

Montag konnte ich schon für einige Minuten vor die Tür gehen, Dienstag für ne Stunde weg bleiben. Mittwoch musste ich das heulende Kind abholen. Heute ließ ich ein heulendes Kind da. Und musste es nach einer halben Stunde wieder erlösen, auch wenn sie sich beruhigt hatte.

Über die Gründe können wir nur rätseln. Es ist wohl ein Zusammenspiel aus der nahenden Geburt, einem schlechten Timing und einer unsicheren Erzieherin.

Wenn wir gegen kurz nach 10 ankommen, geht gerade ein Kind. Das ist natürlich schonmal etwas doof anzusehen für das Hühnchen. Dann wird gleichzeitig auch noch ein jüngeres Kind zum Schlafen hingelegt. Würden wir etwas später kommen um den auszuweichen, würde aber kurz danach das Essen auf dem Tisch stehen, also keine Zeit dort erstmal im Spiel anzukommen. Früher kommen ist auch keine Option, danach habe ich schon gefragt, da wären zu viele Kinder da.

Fragt man das Hühnchen warum sie weint, sagt sie, dass dann Mama kommt. Kluges Kind. Klappt im Gegensatz zur Spielgruppe aber auch wirklich, denn das mit dem Ablenken funktioniert dort nicht so wirklich.

Ich hoffe hoffe hoffe, dass es morgen oder spätestens nächste Woche besser wird. Sonst sehe ich eine sehr lange zähe Zeit vor uns. Denn so mit frischem Geschwisterkind wird die Trennung von mir ja nicht besser.

Ein klein wenig verliebt

Gestern waren das Hühnchen und ich zum Einzelgespräch in der Krippe. Am Wochenende hatten die Leiterin und die Erzieher die Gruppenräume eingeräumt (bis spät am Abend, wir können ja vom Kinderzimmerfenster aus das Gebäude sehen) und so kamen wir in den Genuss alles als erstes zu bespielen, denn die Termine vor uns hatten die Eltern mit noch kleineren Kindern.

Das Hühnchen war begeistert, am meisten gefielen ihr die Ostheimer-Figuren, der kleine Herd und die Puppen. Ich hatte vermutet dass eher das Pikler-Material gefallen würde, aber so kann man sich irren.

Wir sprachen über die Eingewöhnung, das Essen, die Windeln und noch andere Kleinigkeiten (ja auch Globulis). Und über die hohe Selbstständigkeit des Hühnchens. Nebenbei hörte ich zwar immer wieder „mittommen!“, weil alleine spielen ja auch doof ist, am Ende der Stunde wurde dann aber auch gleich versucht ob die Erzieherinnen nicht vielleicht auch zum mitspielen zu bewegen waren.

Und am Ende wollte mein Kind nicht nach Hause. Und ich eigentlich auch nicht, denn ich bin ehrlich gesagt ein wenig verliebt in die Kita. Da steckt echt viel Herzblut dahinter, das merkt man.

Freitag sind wir nochmal eine Stunde da, alle Eltern und Kinder zum Kennenlernen. Und Montag geht’s dann los mit der Eingewöhnung nach dem Berliner Modell. Ich bin gespannt, glaube aber, dass die erste Trennung am Donnerstag überhaupt kein Problem sein wird.

Plötzlich Waldorfmuddi

Wir.haben.einen.Krippenplatz!!!!!!!1111111einself

Dieser Artikel liegt jetzt schon einige Wochen hier rum, jetzt endlich kann ich ihn, wo ich quasi nicht mehr dran geglaubt habe, doch veröffentlichen.

Was ich beim letzten Artikel über einen möglichen Krippenplatz noch nicht schrieb, ist was für ein Konzept die Krippe bzw. der Kindergarten hat. Der Titel verrät es schon, der Träger, ein heilpädagogisches Förderzentrum, arbeitet nach dem Konzept der Waldorf-Pädagogik.

Jeder der uns näher kennt, wird sich vielleicht wundern, sind wir doch sonst eher gar nicht in dieser Richtung unterwegs. Keine Homöopathie, Kind durchgeimpft, Möbel von Ikea, Kind darf Fernsehen …

Joah. Bevorzugtes Konzept ist es nicht, aber die Montessori-KiTas in der Stadt haben keine Plätze die zu unserem Berechtigungsschein passen. Das wäre meine erste Wahl gewesen. Aber das geht erst wenn ich wieder arbeite und dafür das Kind später wieder rausreißen werden wir auch nicht.

Das Förderzentrum gibt es schon länger, als ich hier wohne und das sind bis auf ein Jahr in Hamburg immerhin schon 32 Jahre. Die Kinder die dort leben begegnen einem ständig und manchmal verirrt sich auch mal eins in unseren Garten, dann begleiten wir es wieder nach Hause. Meist kommt uns dann schon ein Betreuer entgegen.

Was wir generell bei den Kindern und Betreuern beobachtet haben, ist auch das, was uns zur Entscheidung für diese Krippe gebracht hat. Das Personal wechselt nicht ständig und der Umgang ist immer sehr persönlich und liebevoll.

Was wir persönlich in der Krippe erleben werden, kann natürlich nochmal ganz anders sein, aber rein vom Bauch her fühlt es sich richtig an, auch wenn es vielleicht anfangs holprig läuft, weil die KiTa neu startet.

Ich freue mich gerade sooooo sehr. Besonders fürs Hühnchen. Denn der werde ich schon ohne Baby schwer gerecht.

Und wieder ein paar Scheiben Salami

Informationen über Krippenplatzvergabe bekommt man hier von offizieller Seite ja quasi gar nicht, von anderen Stellen nur in kleinen Teilen.

Heute hatte ich Glück und gleich 3 Mütter aus 2 KiTa-Elternbeiräten waren beim Elterncafé der Kirche. Und so weiß ich jetzt, dass die Kita in der Straße erst die Plätze vergibt, wenn alle Berechtigungsscheine der angemeldeten Kinder angekommen sind. Ich hoffe sehr, dass die Kita-Leitung trotzdem eine Frist gesetzt hat und langsam mal in die Hufe kommt. Diese Ungewissheit nervt.

Während der sinnlosen Warterei habe ich noch einen Versuch unternommen, einen Berechtigungsschein für mehr als 4 Stunden zu bekommen, auch wenn mir es eigentlich widerstrebt, aber manchmal muss man halt doch versuchen sich ne Extrawurst braten zu lassen. Auch mit dem Wissen, wie die anderen Mütter im Ort bescheißen um an Betreuungsplätze zu kommen.

Leider ist das ganze aber so kurzfristig, dass auch nur Plätze in der neuen KiTa bleiben. Ob die wirklich zum 1. März startet, ist auch ungewiss, erst seit 6 Tagen suchen sie per Stellenanzeige Erzieher. Es sind aber wohl nur noch Lücken aufzufüllen, wie ich dann heute ebenfalls im Elterncafé erfahren habe.

Auch habe ich vom Elterncafé jetzt die Info, wo ich das Hühnchen auf die Warteliste für nachschulische Betreuung setzen lassen muss. Insgesamt gab es heute also viele Scheiben Salami, und es bleibt die Frage, ob man wirklich alles richtig macht um nicht am Ende in die Röhre zu gucken.

Krippen-Chaos, -Luxus oder wie auch immer

Heute kam Post von der Stadt, unsere „Berechtigung für den Abschluss eines Betreuungsvertrages zur Inanspruchnahme eines Krippenplatzes (bis zu 4 Stunden täglich)“. Kurz Berechtigungsschein genannt. Gültig für das Kindergartenjahr 2015/2016.

Ich nahm das als Anlass bei der neuen Krippe in der Straße nachzufragen, wann die Platzvergabe für die Plätze ab 01.03.2015 stattfindet und ob wir auch noch einen Berechtigungsschein für das laufende Kindergartenjahr einreichen müssen.

Ja, das müssen wir und die Platzvergabe erfolgt in den nächsten Tagen, allerdings muss die Leitung erst mit der Stadt klären, nach welchen Kriterien sie das tun muss. (WTF?!) Ich sagte der Dame, dass mich das irritieren würde, da die Kriterien ja per Gesetz festgelegt sind und wir uns deshalb eigentlich gar keine großen Chancen ausrechnen würden, da wir nicht beide berufstätig, nicht alleinerziehend und nicht sonst wie förderbedürftig sind. Sie wollte die Plätze nach Eingangsdatum der Anmeldung vergeben, da sie ja auch gar nicht wissen würde, ob beide Elternteile arbeiten.

Hätte ich bloß nichts gesagt, denn dann dürften wir ganz weit oben auf der Liste stehen. Jetzt habe ich erstmal bei der Stadt schnell den Berechtigungsschein für 2014/2015 nachgeordert.

Nebenbei habe ich dann auch noch rausgesucht, was uns dieser Luxus denn kosten würde. 219,50€ pro Monat und 150€ Betreuungsgeld das wegfällt. Gerechnet auf die 17 Monate sind das rund 6.000€ *schluck* Eventuell kommen noch so „Kleinigkeiten“ wie Essensgeld dazu.

Allerdings wäre dieses Geld dann quasi die Garantie dafür, dass auch ein Geschwisterkind einen Platz in der Krippe und das Hühnchen einen Platz in der Elementargruppe sicher hat. 200 Meter zu Fuß von Tür zu Tür. Ein nicht zu unterschätzender Punkt in einer wachsenden Stadt mit vielen Kindern.

Und wo wir gerade beim Betreuungsthema sind, so langsam müssen wir uns überlegen, auf welche der beiden Grundschulen die Kinder später gehen sollen. Denn dort sollten wir das Hühnchen bald für die nachschulische Betreuung anmelden, da sind die Plätze noch knapper als ins Krippe oder Kindergarten. Verrückte Welt.

Betreuungswahnsinn

Gerade geistert es ja wieder durch die Presse, früh in die Krippe vs. Betreuungsgeld. Drum wollte ich mal erzählen, wie das hier vor Ort in der Realität aussieht.

Alle Krippenplätze hier in der Stadt sind 6-9 Stunden-Plätze. An diese kommt man nur, wenn man einen Berechtigungsschein von der Stadt hat. Diesen Schein bekommt, wer nachweisen kann, dass er an mindestens 3 Tagen in der Woche 6 oder mehr Stunden arbeitet ( Fahrzeiten werden berücksichtigt).

Heißt für unsere Situation, Krippenplatz gibt es eh nicht. Meinen Rechtsanspruch auf 4 Stunden pro Tag kann ich mir in die Haare schmieren.

Einzige Alternative: Tagesmutter. Da würde die Stadt bezuschussen, aber erst wenn mir alle Krippen bestätigen, dass sie keine 4-Stunden-Plätze haben.

Für uns ist das ok, wir sind nicht bildungsfern, suchen uns anderweitig Kinderkontakt, aber andere Kindern hier im Ort, würde Krippe sicher viel bringen. Und hätte ich die Möglichkeit, wäre das Huhn in der Krippe.

2 km weiter in HH bekommt jeder 5 Stunden ohne Berechtigungsmist. Gratis. Hier zahlt man für 5 Stunden fast 400€ drauf, es sein denn man legt alle seine Finanzen offen. Danke für nichts Schleswig-Holstein.

Mich kotzt diese Berichterstattung inzwischen einfach nur massiv an, es gibt nicht annähernd genug Plätze, egal ob mit oder ohne Betreuungsgeld. Aber Reden schwingen, das können wieder alle.