Kurve, Knoten und so

Ganz, ganz vorsichtig kann ich wohl annehmen, dass wir die Kurve kratzen. Wenn ich mich jetzt nicht verwogen oder verrechnet habe, ist der Knoten geplatzt und das Frollein hat von gestern auf heute so richtig zugelegt.

Warum ich gestern und heute gewogen habe? Weil das Kind vorhin 4 Stunden lang eine trockene Windel hatte und ich daraufhin Panik bekam.

Dabei kam dann ein Plus von 140g raus. 40g können wir gleich wieder abziehen, denn keine 15 Minuten später war die Windel sehr feucht. Selbst wenn gleich noch Stuhlgang dazu kommt, immer noch Super.

Wie wir das hinbekommen haben? Nicht mit Hilfe der Stillberatung im Krankenhaus und auch die La Leche Liga mit ihrer E-Mail-Beratung war keine wirkliche Hilfe.

Nachdem es gestern Nachmittag wieder extrem schlecht wurde, habe ich lange überlegt was wir ändern können. Und kam dann drauf, statt immer nach Gründen für schlechtes Trinken zu suchen, mal zu gucken wann sie denn gut trinkt.

Nach dem Aufwachen und im Halbschlaf klappt es am Besten. Also weckte ich Sie gestern Abend das erste mal zum Stillen. Als das gut klappte, 2 Stunden später nochmal.

In der Nacht habe ich mich dann von meinem FitBit Flex (das ist ein Schrittzähler als Armband, dass auch Schlaf aufzeichnen kann. Und ganz neu kann es auch einen stummen Alarm, das heißt es vibriert in der Nacht zur gewünschten Zeit) alle 3 Stunden wecken lassen, auch das klappte wie blöd. Das sind dann etwas kürzere Abstände, als wenn ich warte, dass sie sich meldet.

Heute tagsüber hat diese Taktik, bis auf 2 mal waches Anlegen bei dem sie nur ganz kurz trank, wunderbar geklappt.

Das ist zwar keine Dauerlösung, aber so haben wir dann mit der Hebamme (Kinderarzt hat ein Rezept über verlängerte Betreuung ausgestellt, Diagnose Gedeihstörung, was für ein hässliches Wort) die nächsten Wochen was zu tun und hoffentlich erstmal ein bißchen Polster auf den Rippen.

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Zunahmeverweigerung

Das leidige Thema Gewichtszunahme ist hier leider wieder ganz nach oben auf die Tagesordnung gerutscht.

20 g in einer Woche sind zu wenig (3920g mit 8,5 Wochen) und da sind sie wieder die Zweifel ob ich alles tue damit das Kind einigermaßen zunimmt. Gut zunehmen habe ich schon abgeschrieben.

Die mopsigen Kinder im Rückbildungskurs brachten heute morgen dann das Fass zum Überlaufen. Die Tränen liefen schon zu Beginn und am Ende bin ich frühzeitig aus dem Kurs raus, um früher zu Hause zu sein um das Kind zu stillen (welches dann aber selig in Omas Arm schlief).

Die kurze Analyse zwischen Tür und Angel mit der Kurshebamme brachte auch nichts neues.

Alle gehen immer davon aus, dass das Kind noch Hunger hat, nachdem es an der Brust getrunken hat. Mein Kind schreit die 2. Brust an, vom wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

Flöße ich ihm abgepumpte Milch hinterher ein, und sind es nur 5 ml, spuckt es die gefühlt 4-fache Menge wieder aus.

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Soweit die Geschichte bis heute 14 Uhr, ab da trank das Kind jede Stunde und so schiebe ich meinen Plan (Hebammenverlängerung vom Kinderarzt besorgen) erstmal und gehe morgen zur Stillberatung des Elternzentrums vom Krankenhaus.

Na also

Als am Samstag die Hebamme da war, hat auch diese eine Zunahme feststellen können. Wir haben uns aus der Apotheke eine Waage ausgeliehen, weil ich kleiner Kontrollfreak bereits Freitag hibbelig war, ob das mit den Stillhütchen jetzt der bessere Weg ist.

Seitdem wir wiegen (einmal am Tag), verzeichnen wir hier jeden Tag ein Plus von je 30-70g. Die Waage geht dann wohl demnächst wieder zurück zur Apotheke.

Morgen ist dann meine Hebamme wieder im Dienst, ich freu mich schon.

Narf

Heute mal wieder ein Lebenszeichen hier, weil das zu lang für Twitter ist. Seitdem wir zu Hause sind, hatte ich den Einsatz der Stillhütchen auf anraten der Hebamme (bis Ende der Woche noch die Vertretung, super was Babypflege angeht) reduziert und auch einmal einen Tag ganz weggelassen.

Der Preis dafür war, dass das Anlegen z.T. zur Farce wurde, bis zu 10 Versuche bis das Frollein angedockt hatte. Dabei wurde viel Luft geschluckt, die dann böse Bauchschmerzen machte.

Stillhütchen benutzen wir, weil ich flache Warzen habe und die kleine ein verkürztes Zungenbändchen hat.

Gestern hat mich der Besuch der Hebamme dann komplett verunsichert. Das Gewicht steigt nicht, ich sollte ihrer Meinung nach zwischendrin abpumpen und das abgepumpte nachfüttern.

Das haben wir dann einmal gemacht, mit dem Ergebnis, dass fast alles wieder raus kam, als die Hebamme weg war. Gegen Abend waren wir alle so durch den Wind, dass nur noch Haut an Haut Beruhigung brachte. Bei mir liefen die Tränen, ich war sauer auf mich selber, dass ich mich so hab verunsichern lassen.

Es arbeitete in mir, das kann nicht der Weg sein, zunehmen und keine Bauchschmerzen ist wichtiger als weg von den Hütchen. Das kann man auch in 6 Wochen nochmal probieren. Der Mann teilte meine Ansicht.

Insgesamt fehlte mir, dass man zusammen guckt, wie stillen wir jetzt, was kann man ändern. Und jede Änderung dann wieder zu bewerten, bevor man die nächste Änderung in den Ring wirft.

Seit gestern also wieder mit Hut, seitdem wird hier im 45-90 Minutentakt ausgiebig (trinken, aufstoßen lassen, weiter trinken) gestillt und dann wieder 2-3 Stunden geschlafen. Das Kind ist viel ruhiger und wir auch. So erkenne ich dann auch viel besser, wann der nächste kleine Hunger kommt.

Ich hoffe dieser Weg zeigt dann Samstag auch auf der Waage einen Erfolg.

Wo soll das hinführen

Mitte der Woche stellte ich fest, dass das mit dem Essen nicht mehr so weitergehen konnte. Zwar kann ich morgens wieder 2 Stunden ohne was aushalten, aber dann über den Tag verteilt, verlangt der Körper gerade nach mehr.

Also Donnerstag erstmal 2 Zwischenmahlzeiten eingeplant und dann gab’s es mittags auch noch Pizza. Keine 2 Stunden nach der Pizza wieder Hunger. Freitag hatte ich dann auch für Zwischenmahlzeiten gesorgt, mittags Croque und das ganze kam mir langsam vor wie Mast.

Und was sagt die Waage? Nichts, rein gar nichts. Die bleibt stur bei 67,5 Kilo. Fühle mich ein wenig veralbert, vor 12 Wochen wären 2 Tage solcher Fressorgie gleich mit nem extra Kilo zu Buche geschlagen.