Vorsorge #2.8

Seit heute ist nun offiziell Mutterschutz. Praktisch heißt das, es ändert sich nix. Schon gar nicht wenn der Mann tödlichen Männerschnupfen hat. Ein Kombination aus dem Schnupfen, meiner Blase und dem schlecht schlafenden Hühnchen hatten mir die Nacht gründlich versaut. Gefühlt habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen.

Dementsprechend war meine Ärztin heute Morgen beim Vorsorgetermin auch nicht wirklich begeistert von meinem Allgemeinzustand. Das CTG zeigte dann auch schön eine Wehe, Bißchen früh für Ihren Geschmack. Ich wurde ermahnt es jetzt mal ruhiger angehen zu lassen und notfalls gibt es ne Haushaltshilfe (Haha, im Haushalt läuft hier eh immer Sparprogramm, ich bräuchte jemanden der dem Kind gewachsen ist).

Alles andere voll in Ordnung und auch die Kaiserschnittnarbe ist nicht mehr dünner als der Rest.

Beta-Streptokokken-Test wurde dann auch gleich mit gemacht. Leider habe ich vergessen zu fragen, wann Ergebnisse da sind, wäre ja ganz praktisch die nächste Woche zur Geburtsanmeldung mitzunehmen. Ich frage einfach Dienstag mal nach.

Tagebuch-5-Bloggerei

Uff, erst um halb eins gemerkt, dass ja der fünfte ist. Mal sehen was ich noch weiß.

Die Nacht war voller Tankstopps, 1,3,5 und halb 8 glaube ich. Um 3 wurde die Hütte zusammengebrüllt, weil man neben Hunger auch ne sehr nasse Windel hatte. Egal was zuerst behoben wird, gebrüllt wird immer. Mein armer Mann.

Gegen 8 wurde das Frollein dann angezogen, ich habe mir die Beine rasiert und mich angezogen.

Weil heute der Gärtner meiner Mutter da ist, hatte die für ihn und mich Brötchen geholt. Also schnell geschmiert und dann gemütlich auf der Couch essen. Nur hatte das Frollein was dagegen, um kurz vor 9 schon wieder ganz viel Hunger. Entweder Sie frisst mir die Haare vom Kopf oder isst ganz schlecht, dazwischen gibt es irgendwie nichts.

Nach dem Stillen das ins Milchkoma gefallene Kind angezogen und alles bereit zur Abfahrt zur Babymassage gemacht. Doof nur, dass mein Autoschlüssel nicht zu finden war. Und der Ersatzschlüssel auch anfangs nicht. Leichte Panik. Aber dann sind wir doch los.

Mal wieder nur einen Parkplatz weit weg bekommen, aber das kenne ich nun schon zur Genüge. Zwei mal noch, dann müssen wir da nicht mehr hin.

Im Kursraum angekommen als erstes die lange Hose ausgezogen, deshalb musste morgens auch noch der Rasierer ran. Erst danach das Kind ausgepellt.

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Um viertel vor 11 waren wir fertig und dann wieder zurück zum Parkplatz. Dort noch schnell den Termin für die 2. Impfung beim Kinderarzt verschoben, der kollidierte mit dem Kanga-Kurs.

Zu Hause angekommen schlummert das Kind selig. Wacht nur kurz auf zum ausgedehnten Nachtanken und schläft nun schon eine Dreiviertel Stunde.

Ich habe derweil Stillhütchen und Flaschen gewaschen und den Sterilisator angeworfen. Wir versuchen in Vorbereitung auf das Abstillen schonmal eine Flasche Pre am Tag zu geben um sicherzugehen, dass es auch funktioniert. Auf mickrige 20 ml haben wir es gestern gebracht, mal sehen wie viel es heute wird.

Jetzt warte ich, dass das Kind aufwacht, damit ich zu DM fahren und mir auf dem Rückweg Mittagessen besorgen kann.

Kind wach, DM, kein Mittag, nur ein Kaffeegetränk gejagt. Zu Hause dann erstmal weiter den Autoschlüssel gesucht, Schlüssel ohne Fernbedienung ist ja soooo doof. In der Fleecejacke hinterm Sofa werde ich dann fündig, juchu!

Ich schmiere mir dann die restlichen Brötchen zum Mittag und als ich gerade reinbeißen will klingelt das Telefon, erst meine Frauenärztin, die mich wieder mit meiner Schilddrüse an den Hausarzt verweist (na toll, da wieder anrufen, Rezept besorgen) und dann die Krankengymnastik-Praxis in der ich mich zum Pekip oder so ähnlich angemeldet habe. In 1,5 Wochen geht’s los, immer montags 10:30-11:30, ab 10 können wir rein. Super, Montag war eh mein Wunschtag.

Das Kind wird gegen halb 3 langsam müde und gnatschig, ich lege es ins Beistellbett und schaffe es auch irgendwann meinen kleinen Finger wieder aus dem Kind zu lösen.

Während ich versuche rauszufinden, ob wir noch eine hypoallergene Pre-Milch nehmen müssen (schmeckt wohl eher bäh), kräht es kurz nach 3 aus dem Babyphone, das Hühnchen hat Hunger.

Während des Stillen höre ich schon meinen Hauptgewinn im Windellotto. Zum Glück ist das Kind wie seine Eltern und hebt sich sowas für zu Hause auf, Unterwegs im Autositz gäben diese Mengen ein Unglück.

Direkt nach dem Wickeln starten wir eine Kinderwagentour zur Post und zum Hausarzt. Sind wir heute mal Streber und gehen die Aufgabe gleich an.

Um halb 5 sind wir wieder zu Hause und das Kind hat schon wieder Hunger. Unglaublich, Tankstopp Nummer 8 für heute. Bei diesen Tagebuch-Beiträgen glaubt mir ja keiner, dass das Kind schlecht trinkt.

Ich verfrachte das Kind auf die Regenwald-Erlebnisdecke, hole mir ein Getränk aus dem Kellerkühlschrank und räume den Sterilisator aus.

Als Madame gegen 5 Zeichen von Müdigkeit zeigt, versuche ich noch ne Runde Schlaf rauszukitzeln. Während mein kleiner Finger im Kind steckt, lese ich die Twiter-Timeline und schreibe an diesem Beitrag weiter.

Nebenbei überlege ich was heute noch ansteht, die Babywäsche ist seit gestern Abend fertig im Trockner, da nicht großartig gespuckt wurde, brauchte ich auch keinen Body aus der Maschine. Meine Fingernägel muss ich dringend kürzen und eine E-Mail an einen Bekannten schreiben.

Viertel nach 5 habe ich meinen Finger wieder und ich gucke ob der Mann noch bei ICQ online ist. Nein, na dann hoffe ich mal auf baldige Ankunft und hole schonmal die Wäsche aus dem Trockner, Babyphone am Gürtel.

10 vor 6, ich bin gerade mit dem Verräumen der Wäsche fertig, hört man feuchte Sauggeräusche aus dem Babyphone, noch nicht ganz wach aber hungrig wird nachgefüllt. Leider wird kräftig was wieder ausgespuckt, Jeans und T-Shirt von mir ein Fall für die Wäsche. Glücklicherweise steht da der Mann in der Tür und ich kann schnell duschen gehen.

Nach dem Duschen wird die Madame langsam bettfertig gemacht. Da sie gut gelaunt ist, lasse ich den Mann probieren sie zum Schlafen zu bringen. Leider endet das mit einem gar nicht mehr gut gelauntem Kind. Ich bekomme es dann gegen halb 8 endlich zum Schlafen.

Wir kochen uns eine Pizza mit dem Telefon, da keiner von uns dran gedacht hat Abendessen abzusprechen. Hier Ende ich mal, denkt Euch hier noch mindestens 2 Tankstopps und dass die Erwachsenen gegen 10 ins Bett folgen.

Uff

Man kommt ja zu nix. Daher jetzt mal gesammelte Werke der letzten 10 Tage.

Fangen wir einfach mal vor ner Woche an, als das Drama begann. Wir waren zur U3 beim Kinderarzt und kamen mit der Diagnose „sehr unreife Hüfte“ nach Hause. Mit im Gepäck eine Überweisung zum Orthopäden.

Dort ging es auch gleich nachmittags hin und kaum ne Stunde später waren wir Besitzer einer Hüftbeugeschiene. Sieht fies aus, stört die Kleine inzwischen aber kaum. Ziel ist es, dass sich die Hüftpfanne sich besser ausbildet.

Klar weiß der Kopf, dass das alles richtig und wichtig ist, aber ehrlich, ich habe quasi 24 Stunden durchgeheult. Am nächsten morgen kam dann gleich die Hebamme direkt vom Nachtdienst vorbei, mehr für mich als alles andere. Die Schiene ist besonders deswegen blöd, weil das Strampeln bei Blähungen nicht mehr geht, die Begeisterung beim Kind war quasi grenzenlos (inzwischen ist es noch doof, aber auszuhalten). Außerdem passt man nicht mehr in den Schlafsack, im Fußsack vom Buggy schläft es sich jetzt aber auch ganz ok. Wie lange wir die Schiene noch brauchen, erfahren wir erst bei der Kontrolle am 19. Juli. Bitte Daumendrücken, dass wir da schon die erforderliche Gradzahl erreicht haben.

Kaum hab ich nicht mehr dauergeheult, hat das Frollein den Part übernommen, am letzten Sonntag gab es Schlaf tagsüber nur in homöopathischen Dosen, hallo 1. Entwicklungsschub.

Zum Glück hatten wir am Tag vorher schon alles vorbereitet für den Besuch von 5-6 Damen aus dem Vorbereitungskurs am Montag, so konnten wir den ganzen Tag einfach nur da sein und unsere kleinen Finger zum nuckeln bereithalten (Schnuller gehen nur ganz, ganz selten).

Der Besuch der Damen war anstrengend, aber für mich sehr positionsbestimmend. Nein, wir lassen hier niemanden lange schreien, wir sind vergleichsweise tiefenentspannt, schlaftechnisch im guten Mittelfeld, eine der wenigen die im Tuch tragen, die einzigen die schon von der Hebamme Rückbildungsübungen bekommen haben (und da wundern sich andere über ihre Rückenschmerzen) und verhältnismäßig gut informiert. Die Damen hatten dann zum Teil etwas mehr Sitzfleisch als erwartet, kurz nach 4 waren dann alle wieder weg. Nächstes Treffen dann zum Glück nicht bei mir.

Dienstag war dann wieder unsere Hebamme da, Zeit um die ein oder anderen Problemchen zu besprechen. Ich werde hier derzeit gerne beim Stillen angebrüllt, weil der Bauch schmerzt, die Hebamme bestätigte mich aber, trösten, weiterstillen. Dass mein Milchspendereflex nicht so schnell hinterherkommt, führt dazu dass es viel Wäsche gibt und ein guter Tag nur einen Shirtwechsel erfordert.

Gestern dann nochmal ein Treffen, diesmal mit den Mamis aus dem Yoga Vorbereitungskurs. Auch interessant, besonders weil wir da gestern die jüngsten waren. Ich habe mich allerdings nach 1,5 Stunden wieder auf den Heimweg gemacht, am Nachmittag war noch ein Kontrolltermin (sitzt die Schiene noch richtig, oder wie ich schon meinte, neues Quartal, neue Abrechnung, grrrr) beim Orthopäden angesagt.

Nach dem Termin konnte ich dann zu Hause erstmal die neu erstandene MySol ausprobieren. Schön, dass das Anlegen schneller geht als mit dem Tuch, gefühlt ist das Tuch aber doch immer noch ein bißchen umschließender (finde gerade keine bessere Beschreibung). Da mein eines Tuch eine Größe zu groß ist, habe ich mir jetzt noch eins in der richtigen Größe gegönnt, als Amazon Warehouse Deal sogar ~30€ günstiger.

Heute ist es dafür bisher super entspannt, es wird viel geschlafen und ich komme also auch mal zum Schreiben. Das kommt nämlich erst hinter essen, Wäsche waschen, für Ordnung sorgen und den Mann abends kuscheln.

Endlich Mutterschutz

Offiziell seit Samstag. Und schon hat man für nix Zeit.

Montag Arzttermin, Dienstag mittag Physiotherapie (ein Brustwirbel macht Ärger und ich bekomme das alleine gerade nicht in den Griff), nachmittags Massage. Daneben noch Einkaufen und schonmal den Papierkrieg beginnen.

Heute morgen dann Vorsorge beim Frauenarzt inkl. dem ersten Mal CTG (Frollein hält es für nen Boxsack, Wehen gab’s keine aufzuzeichnen), Hepatitis- und Beta-Streptokokken-Test. Zu Hause Mutterschaftsgeld-Antrag fertigmachen, hier kurz mal was bloggen, gleich einkaufen und Urkunden aus dem Schließfach holen, nachmittags nochmal zur Apotheke, Schilddrüsen-Speed abholen.

Morgen steht dann wieder Physiotherapie auf dem Plan, Freitag gibt es die Sommerreifen wieder. Am Wochenende geht unser Boot wieder ins Wasser, das will dann auch wieder eingerichtet werden, damit wir dort wieder schlafen können.

Am Montag geht’s weiter mit Physiotherapie und einem Kurzbesuch beim Frauenarzt um die Ergebnisse der Tests heute abzuholen. Die brauche ich nämlich zur Anmeldung im Krankenhaus am Dienstag.

Und zwischendrin sollte ich langsam dann mal ernsthaft die Kliniktasche packen. Noch 38 Tage. Sieht allerdings nicht danach aus, als würde es bald losgehen. Bauch nicht gesenkt, Köpfchen nicht fest im Becken, alles noch fest verrammelt.

Auch meine Frauenärztin sowie die Ärztin am Montag sind übrigens beide angetan von meinem Wunsch der ambulanten Geburt, nur alle anderen sind immer total überrascht bis entsetzt. Scheint in der Gesellschaft irgendwie nicht bekannt zu sein, dass im Krankenhaus bleiben kein Muss ist.

So, Kaffee ist alle, dann mal los ins Einkaufsgetümmel.

Alles was reingeht

Wenn man den Termin mit der Hebamme dem beim Frauenarzt vorzieht, häufen sich die Dinge, die man nur beim Arzt bekommt irgendwie an. Deshalb war das Programm gestern morgen auch eher straff, die übliche Klo-Runde, dann Blutdruck (1. Versuch, Wert eher hoch), auf die Waage und dann die Zuckerlösung für den Diabetestest trinken.

Kurz ins Wartezimmer gesetzt und gleich wieder in die Apotheke geschickt werden, um sich die Rhesus-Prophylaxe zu besorgen.

Dann zur Ärztin rein, blablabla, kurz auf den Stuhl zum Ultraschallen gehüpft, weil meine Blase gerade doch etwas zu sehr nervt und mal kurz geklärt wurde ob es evtl. mehr als nur nervig ist.

Nö, alles paletti, meine Blase ist wohl ein Sensibelchen, Gebärmutterhals vorbildlich bei 4,5 cm. Außerdem zu sehen, Frollein hat sich dem Gerumpel nach zu urteilen gestern wieder in Beckenendlage gedreht (Kopfstand gibt’s also nur für die Hebamme, so klein und schon Sympathien haben, von wem sie das wohl hat?).

Dann noch die Rhesus Prophylaxe verpasst bekommen und dann hieß es warten auf das Ende der einen Stunde für die Zuckergeschichte. Nachdem Blut abgenommen war, dann der nächste Versuch einen Blutdruckwert im normalen Bereich zu bekommen. Bei Versuch 2 und 3 streikte das Gerät, Wert zu niedrig. Versuch 4 ergab dann den gewohnten Keller-Blutdruck.

Ergebnis vom Zucker-Test dann heute oder morgen, die Praxis meldet sich aber nur wenn es was zu beanstanden gibt.

Rückblickend war dieser Termin aber eher langweilig, denn der Tag ging bei der Arbeit weiter mit einem 3-Stunden-Meeting das sich inkl. Vor- und Nachbereitung auf 5 Stunden ausdehnte und wir trotzdem nicht fertig waren, das ganze dann garniert mit ein paar Hiobsbotschaften (geänderte Dateiformate, der Bewerber auf meinen Job hat abgesagt). So kam ich dann gegen halb sechs aus der Firma, hatte kein vernünftiges Mittagessen und nur noch eine Stunde um nach Hause zu kommen und mich für’s Wal-Yoga umzuziehen.

Da half das Yoga dann auch nicht um runter zu kommen und die Nacht war irgendwie unruhig. Jetzt hoffe ich, dass dieser Arbeitstag ruhiger wird.

Volle Punktzahl

Gestern bei der Frauen-Ärztin angerufen, für heute 10:30 nen Termin bekommen. Effektiv um 11:30 dran gekommen (die nimmt sich mehr Zeit als der Organisation gut tut, aber irgendwas ist ja immer).

Dann erst ein wenig Blabla, dabei kurz auf die Temperaturkurven geguckt, dafür schonmal Lob kassiert. Kurz wegen der Schilddrüse geklärt wer mich mit Rezepten für’s Speed ausstattet und dann mal gucken.

Im Ultraschall eine Fruchthöhle mit allem was dazugehört und sogar schon ein schlagendes Herz zu sehen. Darauf hatte ich zwar gehofft, aber das ist bei 5+6 ja nicht selbstverständlich. Noch kurz das Thema Salami/Schinken besprochen (wird überdramatisiert), ein paar Körperflüssigkeiten gelassen und dann mit breitem Grinsen aus der Tür. Alles genau so wie es sein soll.

Und jetzt schlage ich die Zeit tot, denn in der Firma habe ich mich krank gemeldet aber meine Mutter zu Hause soll erstmal nichts erfahren, weswegen ich erst 15:30 zu Hause aufschlagen kann.