Und dann war die Milch weg

nein, nicht die für 2.0 die sprudelt (zu) reichlich.

Lange Zeit hat das Hühnchen noch Milch zum Einschlafen bekommen und es war mir ein Dorn im Auge, weil danach natürlich nicht mehr die Zähne geputzt wurden.

Nachdem wir zum Jahreswechsel schon die Milch in der Nacht ausgeschlichen hatten, war klar dass wir es am Abend genau so machen würden. Langsam die Menge von Milchpulver reduzieren, Wassermenge beibehalten. Das Ganze haben wir über etwa 8 Wochen gemacht.

Als es fast nur noch Wasser war, kam uns ein wenig der Zufall zur Hilfe. Pünktlich zum 2. Geburtstag brachte das Hühnchen 3-Tage-Fieber aus der Krippe mit und sie war so platt, dass sie ohne Milch einschlief.

Wieder gesundet fragte sie zwar nach der Milch, wir sagten aber dass sie jetzt ja 2 ist und da gibt es keine Milch mehr. Eine Woche später wurde nicht mehr gefragt.

Nach mehr als 1,5 Jahren Flaschen spülen haben wir jetzt ein wenig Verschnaufpause, bevor wir wieder für 2.0 damit anfangen.

Getestet und für sehr gut gefunden

Vor ca. 2 Wochen bekam ich das Angebot eine Milchpumpe von Medela zu testen. Da ich eh schon lange mit einer elektrischen Milchpumpe geliebäugelt habe, sagte ich schnell zu. Meine Wahl fiel auf die Medela Swing, da ich im Normalfall nur einmal an 3-4 Tagen in der Woche abpumpen will.

Wenige Tage später kam auch schon das Paket an. Schnell alles abgewaschen und in den Dampfsterilisator gesteckt, so dass ich schon Nachmittags das erste Mal testen konnte.

Was für ein Unterschied zur Handpumpe, kein quietschender Handgriff, keine lahmen Finger. Auch die Lautstärke überrascht mich sehr, angenehm leise und trotzdem ordentlich Pumpkraft (mehr als meine Handpumpe).

Das Ergebnis beim ersten Test lässt sich auch sehen. In 10 Minuten kamen 90 ml zusammen. Die Pumpstärke lässt sich sehr gut anpassen, auch die 1. Phase zum Anregen des Milchflussen ist sehr nützlich, das habe ich mit der Handpumpe nie so gut und schnell hinbekommen. Ich konnte bereits nach 30 Sekunden auf Pumpen umschalten.

Das zweite Abpumpen lief fast noch besser, bereits nach 2-3 Minuten waren mehr als 50 ml in der Flasche. Hier hat mein starker Milchspendereflex dann auch mal Vorteile. Diese Milch habe ich dann auch gleich mal zum Test von 2.0 trinken lassen, denn der starke Milchspendereflex der einen Seite (Modell Milchdusche) macht und im Moment ziemlich zu schaffen.

Gestern habe ich dann mal sehr spontan abgepumpt, ich wollte schnell duschen gehen und 2.0 ningelte bei meiner Mutter. Nach 5 Minuten konnte ich ihr eine Flasche mit Milch in die Hand drücken, super. Und 2.0 trank auch bei Oma begeistert, so steht der ein oder anderen Kinderfreien Stunde nichts mehr im Weg.

Ich werde jetzt anfangen einen kleinen Milchvorrat einzufrieren, und freue mich sehr über die Medela Swing, selbst wenn man sie kauft ist das gut investiertes Geld. Hätte ich das schon vor 2 Jahren gewusst, wäre viel früher eine elektrische Pumpe eingezogen und ich hätte mir das Geld für die Handpumpe gespart.

Praktisch finde ich, dass man für wenig Geld Ersatzteile in jeder Apotheke bekommt. Ich habe mir jetzt alles was sterilisiert werden soll nocheinmal bestellt. So muss ich nicht immer hektisch alles sofort abwaschen. Denn 2 Hände hat man mit 2 Kindern ja nur selten frei. Übrigens kann die Pumpe auch mit Batterien betrieben werden, also auch für unterwegs geeignet.

Mit im Paket war auch noch ein Paket Einweg-Stilleinlagen, die gab es während meiner letzten Stillzeit noch nicht, oder ich habe sie nicht wahrgenommen. Auf jeden Fall sind sie sowas wie ein Geheimtipp, denn von der Saugleistung sind sie echt gut und bleiben auch gut in Form, wenn sie vollgesogen sind. Das schafft das lila Konkurrenzprodukt leider nicht.

Den Medela Calma-Sauger, der bei der Pumpe dabei ist, haben wir noch nicht getestet, das werden wir aber noch nachholen. Ich bin sehr gespannt!

Vielen Dank an dieser Stelle an Medela, dass ich testen durfte!

Von zweiten Malen

das zweite Mal ein Kind gebären. Manches war bekannt, manches nicht. Aber es war alles gut so wie es war. Es versöhnt nicht, weil es nichts zu versöhnen gab. Aber auch diese Erkenntnis gibt es erst hinterher.

das zweite Mal ein Kind stillen. Und erkennen, dass man beim ersten Mal nichts falsch gemacht hat. Auch für diese Erkenntnis brauchte es ein zweites Mal.

das zweite Mal Eltern werden. Und wie beim ersten Mal erkennen, dass man ein gutes Team ist. Sich ergänzt und erkennt wenn einer nicht mehr kann. Sich zusammen freuen, dass die große Schwester langsam in der neuen Situation ankommt.

das zweite Mal ein Baby tragen. Viel früher, viel sicherer, viel häufiger. Und es macht so eine Freude.

Fertig

Seit Mittwoch 19:28 sind wir um ein Familienmitglied reicher. 2 tolle Hebammen und entspannten Ärzten sei Dank, musste 2.0 nicht den Notausgang nehmen.

3520g brachte der junge Mann auf die Waage, 52 cm ist er lang und sein Kopf hatte einen Unfang von 36 cm.

Der Weg war lang, wir waren seit ca. 9 Uhr im Kreißsaal, wieder wollte es bei 6 cm nicht voran gehen, aber dank (traumhaft sitzender, nicht zu hoch geregelter) PDA, zauberhafter Hebammenfinger und ein paar weichmachenden Medikamenten ließ sich auch diese Hürde überwinden.

Viel Zeit und Kraft hat dann die Austreibungsphase gekostet. Für das letzte Stück haben wir dann auch noch ärztliche Hilfe gebraucht.

Am Ende half die Saugglocke, da der Kopf nicht so richtig durchs Becken rutschen wollte. 

Erst als er draußen war, konnte man erkennen, dass der Kopf viel schräger saß, als es alle getastet haben.

Mein Kreislauf hatte noch kräftig zu tun, aber kurz vor Mitternacht waren wir dann auf dem Stationszimmer.

Nach 2 Nächten sind wir gegen kinderärztlichen Rat nach Hause gegangen. Die ollen Streptokokken werden eigentlich 72 Stunden beobachtet, aber das wäre nur ein Thema zum Aufregen, und das müssen wir nicht mehr.

Zu Hause war die erste Nacht holperig, wenn man sich nur an der Brust beruhigen mag, ist irgendwann halt der Bauch voll. Bis wir eine Alternative zum Beruhigen hatten, dauerte es bis 4 Uhr. Danach konnten wir aber nochmal Schlaf tanken bis um 7.

Wir spielen uns hier langsam ein und die große Schwester hat ihrem Bruder heute Morgen beim Tischdecken schon ein Brettchen zugeteilt. Darf wohl bleiben, der „Japod“.

40+0

Da wären wir nun, eigentlich schon seit gestern, aber ich rechne mit dem Datum aus der Temperaturkurve. Und es tut sich nichts wirklich spannendes. Keine Pfropfe, keine ernsthaften Wehen.

So bauen wir hier noch ein bißchen am Nest rum, ein Bett fürs Wohnzimmer, Kinderwagenteile zusammensuchen, dem Hühnchen präventiv ein paar ihrer Schnuller abschwatzen.

Leider ist das Wetter auch eher nass und grau, also nix mit wehenförderndem Spaziergang oder so. Auf Putzen habe ich auch keine Lust, nur essen könnte ich den ganzen Tag. Ich glaube heute wird das nix mehr mit dem Kinderkriegen.

So Murphy, ich hab’s geschrieben, jetzt zeig mal was Du kannst.

Vorsorge #2.8

Seit heute ist nun offiziell Mutterschutz. Praktisch heißt das, es ändert sich nix. Schon gar nicht wenn der Mann tödlichen Männerschnupfen hat. Ein Kombination aus dem Schnupfen, meiner Blase und dem schlecht schlafenden Hühnchen hatten mir die Nacht gründlich versaut. Gefühlt habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen.

Dementsprechend war meine Ärztin heute Morgen beim Vorsorgetermin auch nicht wirklich begeistert von meinem Allgemeinzustand. Das CTG zeigte dann auch schön eine Wehe, Bißchen früh für Ihren Geschmack. Ich wurde ermahnt es jetzt mal ruhiger angehen zu lassen und notfalls gibt es ne Haushaltshilfe (Haha, im Haushalt läuft hier eh immer Sparprogramm, ich bräuchte jemanden der dem Kind gewachsen ist).

Alles andere voll in Ordnung und auch die Kaiserschnittnarbe ist nicht mehr dünner als der Rest.

Beta-Streptokokken-Test wurde dann auch gleich mit gemacht. Leider habe ich vergessen zu fragen, wann Ergebnisse da sind, wäre ja ganz praktisch die nächste Woche zur Geburtsanmeldung mitzunehmen. Ich frage einfach Dienstag mal nach.