Working-Mum-Realität

Seit Anfang April gehöre ich nach 3 Jahren Elternzeit nun wieder zum arbeitenden Teil der Bevölkerung und es fühlt sich gut an. Nein, es fühlt sich sehr gut an. Nicht alles läuft so wie geplant, wir haben gerade keine Putzfrau, der freie Tag liegt auch anders als geplant. Und bald gibt es ihn gar nicht mehr.

An Arbeitstagen fahre ich kurz vor 7 los mit dem Auto zur S-Bahn, mit der S-Bahn dann rein in die Stadt. 8-10 Minuten sind es dann noch zu Fuß bis ich das Büro erreiche. Mittags das ganze dann wieder zurück und pünktlich um 14 Uhr in der KiTa stehen. Das bringen übernimmt morgens der Mann.

Die Arbeit macht Spaß, auch wenn es alles noch ein wenig eingerostet ist. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Die Kollegen sind alle nett und helfen beim Reinkommen. Den alten Job zu kündigen war aus jetziger Sicht wirklich genau das richtige.

Was mir noch schwer fällt ist dieses Teilzeit-Ding, es ist einfach wenig Zeit am Stück um konzentriert zu arbeiten. Es gab viele Einführungsveranstaltungen, die sind jetzt aber soweit durch, dass mehr Zeit bleibt. Meetings nehmen generell prozentual viel Zeit ein und man bekommt trotzdem nicht alles mit, mal sehen ob ich das noch optimiert bekomme.

Mein Traum wäre gerade ein 2. langer Tag zum Arbeiten, Freitags geht es jetzt schon weil der Mann nur bis mittags arbeitet. Vielleicht müssen wir aber auch mal an ein Modell denken, in dem wir beide 75% arbeiten. Blöd nur, dass wir beide in unseren Jobs nicht gerade Däumchen drehen.

Was bereits ab Juli geht sind 6 Stunden mehr die Woche, heißt ich arbeite 65%. Mein Gleitzeitkonto füllt sich bisher beständig und insgesamt ist es einfacher jeden Tag da zu sein und bei Bedarf Gleittage zu nehmen statt einen regelmäßigen freien Tag zu haben. Gleittage gehen mit 2 Wochen Vorlauf immer und spontan auch wenn es mal sein muss.

Netter Nebeneffekt der 6 Stunden mehr ist auch mehr Geld und damit verbunden der Wechsel zurück in Steuerklasse 4. Für die Haushaltskasse heißt das 300€ mehr. Ab August dann weniger KiTa-Gebühren für’s Hühnchen, ab Januar Krippengeld für 2.0, wir sehen langsam Licht am Ende des Betreuungskostenwahnsinns, aktuell zahlen wir ziemlich genau 1/4 unseres Netto-Verdienstes an die Kita 😱

Was die Vereinbarkeit angeht sage ich aktuell, ja es geht, nein, es fällt einem nicht einfach zu und ja, man muss da auch mal andere machen lassen. Und ja, es lohnt sich, mir tut es gut, nicht mehr „nur“ Mutter zu sein. Aber das macht bitte jeder wie er mag 😉

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