Nächstes Jahr dann bitte weniger spektakulär

Achtung, lang.

Unser Weihnachten begann schon 2 Tage vor Heilig Abend schiefzugehen. Wir freuten uns, dass das Kind früh schlief. Genau bis zu dem Zeitpunkt, als dieses spezielle Husten aus dem Babyphone erklang. Ein Blick ins Kinderzimmer bestätigte die Geräusche, das Abendessen wollte nicht im Magen bleiben und so gab es eine größere Reinigungsaktion für Kind und Bett. Überfressen dachten wir.

Das Kind verlangte auch fröhlich eine Milch, war fast wieder eingeschlafen und erbrach sich dann erneut. Ok, also nicht überfressen, da ansonsten kein Magen-Darm-Virus grassierte und das Kind mittags rückwärts mit dem Stuhl umgefallen und mit dem Kopf kräftig den Boden aufgekommen war, packten wir unsere 7 Sachen und brachen auf Richtung Krankenhaus.

Da war mir schon bewusst, dass wir zumindest diese Nacht im Krankenhaus verbringen würden. Dort angekommen, war schnell klar, dass es eher 2 Nächte werden würden. 48 Stunden Überwachung, zum Glück, da der Sturz schon einige Stunden her war, erstmal im 2-Stunden-Takt. Ganz frisch wäre es noch öfter gewesen. Das Kind hasst untersucht werden und so hatten wir eine sehr unruhige Nacht. Meine war quasi schlaflos. Immer mit einem Ohr am noch 2 oder 3 mal erbrechendem Kind auf 90 cm Bett.

Am Morgen sah alles schon ein wenig besser aus, Kind aß etwas, ich fuhr zum Schlafen ein paar Stunden nach Hause. Nur noch die zweite Nacht rumbringen. Leider wurde die kurz nach Mitternacht wieder durch Erbrechen unterbrochen, aber damit war dann auch die Ursache klar, Magen-Darm.

Um 9 am nächsten Morgen wurden wir quasi rausgeschmissen, netterweise mit einem ersten Weihnachtsgeschenk, eine pinke Hello Kitty Fleecedecke. Was für ein Glück für das Kind, hätten wir nie gekauft.

Nach einem Mittagsschlaf für das Kind und mich holten wir meine Mutter vom Bahnhof ab, die Schwiegermutter hatten wir wieder ausgeladen, einfach zu viel nach zu wenig Schlaf. Das Festtagsessen war dann auch ein wenig improvisiert, nicht alles wie geplant fertig und die Silberzwiebeln hatten einen Freiflug auf dem Kellerboden, aber lecker war es doch.

Das Kind war im Geschenkehimmel, eine Spielküche, viel Zubehör, ein Rucksack, eine häßliche Puppe und 2 Kleider hat sie bekommen.

Der 1. Feiertag lief ruhig und normal, dafür wurde der 2. umso schlimmer. Ich ließ mir gleich morgens das Abendessen durch den Kopf gehen und unterhielt mich noch das ein oder andere Mal mit der Keramik. Nichts blieb drin. Gegen 19 Uhr fand ich das nicht mehr so lustig und ließ den Mann mit der Arzt-Hotline der Krankenkasse telefonieren. Was man denn so schwanger in der Apotheke besorgen könnte, damit endlich mal was drin bleibt. Es gab die Freigabe für Vomex (eigentlich im 3. Trimenon nicht mehr empfohlen wegen wehenauslösend) und die Empfehlung doch besser ins KH zu fahren, könnte ja was anderes als Magen-Darm sein. Ich setzte mir eine Frist bis 22 Uhr, blieb bis dahin alles drin, brauchen wir nicht ins Krankenhaus, sonst schon.

Vomex tat dann aber sein magisches Werk und der Mann kümmerte sich die Nacht durch ums Kind. Ich konnte halbwegs schlafen und am nächsten Morgen auch wieder etwas essen. Wirklich bei Kräften waren wir dann aber erst wieder am Montag, auch der Mann nahm ein wenig vom Virus mit, aß wenig, behielt aber immerhin alles bei sich. Sonntag gab es dann erstmal Apfel-Crumble mit Vanillesauce zum Aufpäppeln für alle, einmal kräftig Kalorien auffüllen.

Nächstes Jahr können sich die Viren dann bitte etwas gleichmäßiger über das Jahr verteilen, 2 Erkältungen und einmal Magen-Darm im Dezember waren mir dann doch etwas zu sportlich.

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Vorsorge #2.5 (und ein wenig Jetzt #5.5)

Am Mittwoch war wieder Vorsorge beim Arzt, dieses Mal mit Zuckertest.

Weil die Krankenkasse jetzt den Zuckertest komplett bezahlt, musste ich nicht mehr den Test-Saft vorher kaufen, sondern es gab angerührten Traubenzucker. Bäh! Hätte ich das gewusst, hätte ich mir auf eigene Kosten den Saft besorgt. So saß ich dann eine Stunde aufstoßend von dem Zeug im Wartezimmer. Ürgs.

Dann wurde es ein bißchen chaotisch, denn eine frisch Schwangere im Labor führte dazu, dass mich die Ärztin genau dann ins Sprechzimmer rief, als es Zeit für die Blutentnahme war. Also nochmal raus, ins Labor, wieder ins Wartezimmer, dann wieder zur Ärztin.

Gewicht gut, Urin gut, keine außergewöhnlichen Beschwerden. Die Ärztin wollte dann gerne nen pH-Test und den Gebärmutterhals per Ultraschall kontrollieren. Also auf den Stuhl und dann kam etwas, dass ich nicht hören wollte. Die innere Kaiserschnittnarbe sieht auffällig dünn aus. Zwar könne man das noch nicht so genau beurteilen, weil der Hals noch mehr als 5 cm lang ist (normal wären so 3, keine Ahnung was mein Körper da vor hat), und die Narbe in dem Bereich liegt, aber die Kerbe war auch für mich sehr gut zu erkennen. Mist. Das wird jetzt genauer beobachtet, letztendlich wird wohl das Krankenhaus auch nochmal bei der Geburtsanmeldung draufgucken.

Im Anschluss sprachen wir noch darüber welche Geburt ich denn anstrebe, wobei sie mir klar zu verstehen gab, so sehr sie für natürliche Geburten ist, bliebe die Situation so, auch wenn es keine Statistik zu Wandstärken gibt, wäre ein geplanter Kaiserschnitt auch ihre Empfehlung. Na super.

Über das Thema hatte sie ganz vergessen wie das Kind lag, konnte dann aber schwer tasten (jede Wette, da war der Kopf gerade unten) und musste nochmal kurz über den Bauch schallen. Da lag der junge Herr dann in Querlage.

In 3 Wochen gibt es dann den 3. großen Ultraschall, ich bin gespannt wie groß der Kerl geschätzt wird. Zuckertest scheint auch unauffällig gewesen zu sein, wenn sich bis Montag Mittag keiner aus der Praxis meldet, kann ich sicher davon ausgehen.

Jetzt #5

Es wird so langsam, die Hebamme hat schon den Geburtsbericht vom Krankenhaus gelesen und rein vom körperlichen spricht generell nichts dagegen es nochmal zu versuchen, aber das wusste ich schon. Über das nicht fachliche wollen wir noch telefonieren, es fehlt nur ein Termin.

Einen anderen Termin konnte ich allerdings ausmachen, und zwar bei einer Osteopathin, die sich auf Schwangere spezialisiert hat. Leider erst Mitte Januar, vorher war es schwer einen Tag zu finden an dem ich jemanden fürs Hühnchen habe. Und ganz billig wird das ganze auch nicht, aber es fühlt sich wie ein richtiger Weg an. Leider arbeitet sie nur vormittags, was es nicht einfacher macht mit jemandem fürs Hühnchen für weitere Termine. Ich muss nochmal scharf nachdenken. Evtl. die andere Oma verpflichten. Oder die Nachbarn.

Das Buch habe ich inzwischen fertig gelesen, ja es ist hilfreich, aber viele Dinge hätte ich quasi vorm Schwanger werden wissen müssen. Geburtshaus, Beleghebamme, alles Dinge, die man in und um Hamburg ja quasi schon beim Eisprung organisiert haben muss. Ich hatte mir noch mehr über Gründe zum Geburtsstillstand gewünscht, aber dieses Ding bleibt ein Mysterium.

Freitags-Füller

1. Schwangerschaftsdemenz könnte ich zu meiner Verteidigung sagen.

2. Meine Lieblingsfilme in der Adventszeit gibt es gar nicht, ich bin zu ungeduldig für ganze Filme.

3. Das schlimmste an der Schenkerei ist das Geschenke verpacken.

4. Nächste Woche muss ich dringend den Papierkram von der Stadt wegen Krippenplatz erledigen.

5. Durchschlafen, was ist das?

6. Zur Belohnung des heutigen Strohwitwenabends, gibt es heute Abend schwangerentaugliches Sushi und davon viel. Fresskoma ich komme.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Sushi , morgen habe ich den Besuch einer Geburtstagsfeier von Zwillingseltern in spe geplant und Sonntag möchte ich abgemeldet sein, weil uns die Patin vom Hühnchen besucht!

Jetzt #4 – Kurz-Update

Das Buch ist gestern angekommen und ich konnte schon ein wenig lesen.

Der Kontakt mit der Beleghebamme hat leider nicht geklappt, aber mir ist noch die Hebamme aus dem letzten Vorbereitungskurs eingefallen und mit der werde ich im Januar telefonieren und ihr vorher den Geburtsbericht mailen. Sie hat früher im Kreißsaal des Krankenhauses gearbeitet und das war mit ja wichtig. Ich glaube auch, dass es sogar die bessere Wahl ist, weil wir uns schon kennen.

Leider ist sie etwas weiter weg gezogen, weswegen persönlich treffen nicht klappt.

Spielgruppen-Schnuppern

Nachdem es ja im Sommer ein Mißverständnis mit dem Geburtsjahr gab, geht es im Januar nun richtig los mit der Spielgruppe der Kirchengemeinde. Wir sollten im Dezember einen Tag zum Schnuppern kommen und das haben wir dann heute gemacht.

Ich musste einen Wecker stellen, denn ohne wird hier auch mal bis halb 9 gepennt, aber da müssen wir quasi schon angezogen in der Tür stehen, wenn wir zu Fuß gehen wollen.

Ich stand dann um halb 8 auf, kontrollierte ob das Internet noch da ist (morgendliche Twitter-, Mail- und Blog-Runde), machte mir Frühstück und packte eine Frühstücksdose fürs Kind.

Viertel nach 8 habe ich das Hühnchen sanft geweckt und ihr erzählt wo es hingeht. „Kinda!“ Ja, genau das. Um halb 9 standen wir fertig am Auto, wo der Buggy war. Auf dem Weg noch schnell zur Bank und dann standen wir auch schon vor der Tür, bzw. im Flur. Ausziehen, ABS-Socken an und ab durch die Tür.

Wir konnten in Ruhe ankommen, und durften bevor es so richtig mit dem Standard-Programm los ging einen Schneemann bauen. Klappte als das Prinzip verstanden war echt gut. Hier das Endergebnis:

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Das wurde von der Leiterin immer mit nur einem Kind gemacht, bis alle einen Schneemann hatten. Alle anderen Kinder konnten derweil mit Spielzeug und der 2. Erzieherin frei spielen.

Um halb 10 ging es dann richtig los, singen, alle gehen Hände waschen und dann gab es an kleinen 4er-Tischen Frühstück. Für die kleinen mit ein wenig Hilfe, der Rest ganz alleine. Ich packte mit aus, verzog mich dann aber recht schnell an den großen Tisch um einen Kaffee zu trinken.

Nach dem Frühstück wurden die Tische zusammengeschoben und die Knete aus dem Schrank geholt. Nach ein wenig Hilfe konnte ich da auch gleich wieder gehen. Nach dem Kneten gab es nochmal freies Spiel. Spätestens da war ich komplett abgemeldet, was auch die Leiterin überraschte. Kurz vor Schluss wurde gemeinsam aufgeräumt und gesungen. Kind mitten drin und dabei, das Prinzip einfach alles bei den anderen Kindern abgucken hat schnell funktioniert.

Ich glaube nicht, dass es Probleme geben wird sie alleine dort zu lassen. Sie wird gut verstanden, forderte schon selber mehr Apfelschorle zum Frühstück und die Abläufe wird sie schnell behalten.

Und wer jetzt glaubt, dass das Kind nach 2,5 Stunden Spielgruppe total fertig mehr als 90 Minuten Mittagsschlaf gemacht hat, kennt das Hühnchen schlecht. Die ist auch jetzt noch wach, der Mann versucht sie gerade zum Schlafen zu bewegen. Kleines Duracell-Huhn.

Freitags-Füller

1. Ich bekam dieses Jahr keinen Adventskalender.

2. Meine Weihnachtsmusik gibt es in dem Sinne nicht, dieses Jahr höre ich viele Kinderlieder.

3. Auch wenn ich es könnte, niemand bekommt von mir dieses Jahr handgestrickte Socken.

4. Bei uns zuhause wird immer noch geschnieft und gehustet.

5. Dieses Wochenende fehlt Zeit zum Backen von Weihnachtsplätzchen.

6. Nur noch 106 Tage bis zum ET. Nächsten Freitag bin ich schon ein UHu.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett (und nicht das Treffen mit den Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt, da muss ich mit dem Husten nicht hin), morgen habe ich Glühweinabend (bzw. heiße Schokolade für uns) im Hafen geplant und Sonntag möchte ich auf den städtischen Weihnachtsmarkt!