Tagebuch-5-Bloggerei

0:00 wir haben das blähende Kind langsam durchgearbeitet (Bauch massieren, fahrradfahren und trösten) und nehmen es mit in unser Bett

02:45 Milchhunger, der Versuch das Kind wieder in den Schlafsack zu stecken geht ein wenig schief, dann halt falschrum (vorne/hinten)

07:00 Kind regt sich leicht, gleich nochmal Milch rein, dann zurück in unser Bett.

08:15 Kind wach
8:20 wir stehen auf, Kind anziehen, mich anziehen, runter in die Küche.

Der Mann hat Brötchen besorgt und frühstückt bereits, da er um 10:00 im Hafen sein muss. Gemeinschaftsarbeit vor dem Kranen steht an.

Meine Mutter macht den Fehler im Bademantel durch die Tür zu schauen, so kann ich in Ruhe noch ne Runde das Internet leer lesen.

09:30 eine kleine Milch fürs Kind

09:45 Hauptgewinn, endlich wieder in festerer Konsistenz.

10:05 ich fahre zu einem Kita-Flohmarkt um die Ecke, außer 2 Bekannte spricht mich dort nichts an. Mit einer Verabredung für Dienstag geht’s wieder nach Hause.

10:30 wieder zu Hause, meine Mutter will unbedingt noch das Kind lüften, obwohl es regnet. Mir soll’s recht sein, Kaffeezeit für mich. Ich gucke bei mamikreisel nach Spielzeug und Büchern, werde aber noch nicht so recht fündig.

11:11 Oma und Kind wieder da, Kind müde, aber um einen langen Mittagsschlaf zu bekommen, halte ich sie noch wach.

11:40 länger geht nicht und ich mache dem Kind etwas Brei warm, seitdem sie mit dem Durchfall durch ist, isst sie wieder besser.

11:55 Möhre/Kartoffel, Mango/Banane/Pfirsich und Laugenbrötchen im Kind. Ich checke kurz die Windel, sollte noch 1-2 Stunden durchhalten. Dann gibt es eine Milch hinterran und um 12:09 ist das Kind vollgefressen im Land der Träume.

12:45 Kind fordert aus dem Bett geholt zu werden. Ausgeschlafen ist anders.

Ich habe noch einen kleinen Hauptgewinn und nachdem wir ein wenig gespielt haben und ich eine jako-o-Bestellung getätigt habe (gerade versandkostenfrei und Langarmbodys und Pullover reduziert), geht’s nochmal raus, denn inzwischen ist es trocken.

Im Einkaufszentrum kaufe ich neues Quetschtütenobst (das einzige was das Kind in größeren Mengen isst, don’t ask), einen weiteren Trinkbecher von Rossmann und finde kein Mittagessen für mich.

Auf dem Rückweg pennt das Kind ein und zu Hause parke ich es samt Kinderwagen vor dem Wohnzimmerfenster meiner Mutter. Ich springe ins Auto und hole mir einen Döner.

Gegen 16:00 erwacht das Kind und bekommt was zu essen. Laugenbrötchen, Obst und Wasser. Danach gibt es eine neue Windel und ich stelle fest, dass die kleinste Einstellung der Easyfits doch besser ist.

Als ich die nasse Windel ins Bad bringe folgt mir das Kind und weil es gerade passt, lasse ich sie zum ersten mal in der Dusche pitscheln.

Bett.

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17:05 Kind verlangt Milch (krabbelt zum Sessel im Kinderzimmer und meckert)

17:20 noch ein kleiner Hauptgewinn, ganz knapp damit doch mehr als nur die Fleece-Einlage eingesaut, morgen lohnt sich die Windelwäsche.

Irgendwann vor 6 gehen wir in die Küche und ich fange an das Abendessen zu kochen. Da das aufwändiger ist als gedacht, verfluche ich den Mann ein wenig, denn der ist noch nicht da. Nach der Arbeit im Hafen ist er noch zu seiner Mutter gefahren und ich habe bisher keine Ahnung wann er kommt.

Kurz nach 6 kommt die Nachricht, dass er unterwegs ist. Kurz danach kommt auch meine Mutter nach Hause, so muss ich zumindest nicht mehr parallel das Kind bespaßen.

Der Mann trudelt ein und wir essen gegen 7. Dann gehen wir zu uns nach oben, spielen mit der Murmelbahn die der Mann von der Oma mitgebracht hat. Danach geht es Zähneputzen, Umziehen und dann warten wir, bis das Kind zeigt, dass es jetzt gerne schlafen möchte. Auf Ringkampf haben wir nämlich keinen Bock mehr. So gibt es im Moment selten Fernsehabende, aber irgendwas ist ja immer.

21:25 Kind im Bett und Schluss für hier und heute.

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Selbstgeboren-Gedanken-Dump

Eigentlich ist heute ein schlechter Tag (ich laufe auf Reserve, seit fast 5 Tagen ein schlecht schlafendes Durchfallkind, andere Baustellen, Zweifel ob 2.0 nicht ein viel zu hirnrissiger Plan ist) um über das Thema zu schreiben, aber das muss endlich mal aus meinem Kopf raus.

Über das Projekt „Selbstgeboren“ wurde schon genug geschrieben (hier, und hier und hier zum Beispiel. Ich möchte hier nur schreiben, was es mit mir macht und gemacht hat.

Gemacht hat es erstmal, dass ich meinen Unmut auf rausgelassen habe.

selbstgeboren

Ein wenig sarkastisch, um es auch nicht zu nah ranzulassen.

Was „Selbstgeboren“ immer noch macht ist, dass ich grübele.

War der Kaiserschnitt vermeidbar? War der Wehentropf auf Grund der PDA vielleicht erst der Auslöser der Blutungen? Hätte mehr Bewegung und weniger am CTG hängen, weniger Schmerzen und schnelleren Verlauf gebracht und die PDA erst später oder gar nicht notwendig gemacht? Wo wäre (m)ein Veto angebracht gewesen?

Alle diese Gedanken ändern nicht mehr wie es gelaufen ist, aber bringen die Frage auf, wie würde ich für 2.0 entscheiden.

Habe ich den Mumm es noch einmal zu versuchen, oder kneife ich gleich vorher? Und unter welchen Bedingungen würde ich es versuchen? Geburtshaus? Beleghebamme (sofern sich eine auftreiben lässt)?

Kneife ich vorher ist es immerhin ganz meine Entscheidung, Enttäuschung ausgeschlossen. Aber enttäusche ich mich? Andere? Geht es nur um die Selbstgepresst-Trophäe?

Ganz heimlich in mir drin hoffe ich irgendwie dass mir diese Entscheidung abgenommen wird. Falsche Lage, Plazenta im Weg, alte Narbe zu dünn, irgendwas halt.