Endlich Mutterschutz

Offiziell seit Samstag. Und schon hat man für nix Zeit.

Montag Arzttermin, Dienstag mittag Physiotherapie (ein Brustwirbel macht Ärger und ich bekomme das alleine gerade nicht in den Griff), nachmittags Massage. Daneben noch Einkaufen und schonmal den Papierkrieg beginnen.

Heute morgen dann Vorsorge beim Frauenarzt inkl. dem ersten Mal CTG (Frollein hält es für nen Boxsack, Wehen gab’s keine aufzuzeichnen), Hepatitis- und Beta-Streptokokken-Test. Zu Hause Mutterschaftsgeld-Antrag fertigmachen, hier kurz mal was bloggen, gleich einkaufen und Urkunden aus dem Schließfach holen, nachmittags nochmal zur Apotheke, Schilddrüsen-Speed abholen.

Morgen steht dann wieder Physiotherapie auf dem Plan, Freitag gibt es die Sommerreifen wieder. Am Wochenende geht unser Boot wieder ins Wasser, das will dann auch wieder eingerichtet werden, damit wir dort wieder schlafen können.

Am Montag geht’s weiter mit Physiotherapie und einem Kurzbesuch beim Frauenarzt um die Ergebnisse der Tests heute abzuholen. Die brauche ich nämlich zur Anmeldung im Krankenhaus am Dienstag.

Und zwischendrin sollte ich langsam dann mal ernsthaft die Kliniktasche packen. Noch 38 Tage. Sieht allerdings nicht danach aus, als würde es bald losgehen. Bauch nicht gesenkt, Köpfchen nicht fest im Becken, alles noch fest verrammelt.

Auch meine Frauenärztin sowie die Ärztin am Montag sind übrigens beide angetan von meinem Wunsch der ambulanten Geburt, nur alle anderen sind immer total überrascht bis entsetzt. Scheint in der Gesellschaft irgendwie nicht bekannt zu sein, dass im Krankenhaus bleiben kein Muss ist.

So, Kaffee ist alle, dann mal los ins Einkaufsgetümmel.

Was lange währt

Bereits vor mehr als einem Jahr hatte ich sie begonnen, die gestrickte Decke für den Nachwuchs, als selbiger noch garnicht unterwegs war sondern eher lose geplant. Mit Aberglauben hab ich’s nämlich so gar nicht.

Viel ist sie im Portugal-Urlaub gewachsen, der Rest ist seit Beginn des Jahres dazugekommen. Gestern habe ich die letzte Reihe beendet, die letzten Fäden vernäht (das hasse ich am Stricken), per Hand gewaschen und dann auf den extra dafür gekauften Puzzlematten gespannt.

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Freitags-Füller

Ein kleiner Freitags-Füller zur Überbrückung der Zeit bis zum Feierbend:

1. Es ist mir viel zu kompliziert mich zu schminken, deshalb tue ich das nur ganz ganz selten, aber wenn man mit quasi schwarzen Wimpern gesegnet ist, tut das auch gar nicht Not.

2. Dafür war ich aber auch schonmal im Nagelstudio.

3. Ob man es merkt wenn ich nach dem Feierabend des Kollegen einfach die Tür zumache und ne Runde schlafe?.

4. Dass es jetzt tatsächlich wärmer und sonniger werden soll ist schier unfassbar.

5. Das Leben ist aktuell gar nich gemein zu mir wie sonst.

6. Extrem hässliche Postkarte (schöne kann ja jeder) aus dem Urlaub schreibe ich gerne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf was vernünftiges zu essen, morgen habe ich noch nichts geplant und Sonntag möchte ich , dass mein Mann gutes Wetter bekommt um das Unterwasserschiff vom Boot fertig zu streichen!

U2-Dschungel

Man darf ja Wünsche haben, was die Geburt angeht und auf meiner Liste steht das Wort ambulant ganz oben. Klar kann alles anders kommen, aber das ist jetzt erstmal das Ziel. Um darauf vorbereitet zu sein, muss so einiges organisiert werden und das erweist sich gerade in der Praxis als etwas kompliziert.

Alles ist darauf ausgerichtet, dass die U2 im Krankenhaus stattfindet, Kinderärzte die das am besten noch per Hausbesuch übernehmen sind rar gesät. Als ich nun so ein Exemplar in der Nähe gefunden habe, dass zum fraglichen Zeitpunkt auch keine Praxisferien hat, war ich erstmal froh, aber dann kamen die Details. Einen Test (Guthrie) macht der Arzt nur in der Praxis oder die Hebamme muss das übernehmen wenn die U2 als Hausbesuch stattfindet.

Also gleich gestern beim Vorsorge-Termin die Hebamme gefragt, ja, kann sie machen, braucht damit sie es abrechnen kann aber ein Attest vom Kinderarzt. Muhaha, da weiß man wieder, dass man in Deutschland lebt und alles seine Ordnung haben muss. Und da schreibt die Krankenkasse so schön in Ihrem Baby-Focus-Flyer: „Sie entscheiden, wie Sie Ihr Kind zur Welt bringen wollen und ob Sie gleich nach der Geburt mit Ihrem Kind nach Hause gehen.“

Realistisch wäre wohl eher, „Wenn Sie es tatsächlich, trotz aller Hürden, die uns rechtlich möglich waren, geschafft haben, alles notwendige für die U2 außerhalb des Krankenhauses zu organisieren und sich immer noch nicht von diesem unüblichen Quatsch haben abbringen lassen, dann muss das Krankenhaus Sie und Ihr Kind wohl schon nach wenigen Stunden gehen lassen.“

Und dann höre ich gestern, dass es Frauenärzte gibt, die Vorsorgeuntersuchungen durch die Hebamme ablehnen und nur die Wahl lassen, alle beim Arzt, oder suchen sie nicht nen anderen. Da bin ich dann sehr glücklich, dass meine Frauenärztin das wegen weniger Geld für sie zwar auch nicht soooooo super findet, aber es eigentlich gutheißt.

Leid tun mir vor allem die Menschen, die nicht so informiert und organisiert sind und alles schlucken, nicht nur im Bereich Kinder kriegen, auch in anderen medizinischen Bereichen. Was da alles für krumme, unnötige Dinge laufen, will ich glaube ich gar nicht wissen.

Wiedergefunden

Seit Tagen geistert mir etwas durch den Kopf was ich vor einigen Wochen oder Monaten im Internet gelesen hatte und als äußerst gut zu wissen empfand. Leider gab es natürlich keinen Bookmark, wie das dann immer so ist.

Grob erinnerte ich mich daran, dass Mama Miez den Link getwittert oder retweeted hatte, aber nachdem auch längeres Blättern in der Historie auf Grund der Vielzahl nicht wirklich zielführend war, überlegte ich, vielleicht mal nachzufragen. Oder eben nochmal mit den Fetzen an die ich mich erinnerte zu googlen. Und siehe da, gefunden:

„Was ich beim „Hoppla, hier komm ich!“ Babykurs gelernt habe“ vom Herzding

Das versuche ich mir jetzt trotz Schwangerschaftsdemenz einzuprägen, und wenn noch jemand einen ultimativen Lese- oder Buchtipp zum Thema hat, immer her damit.

Tagebuch-5-Bloggerei

Nachdem ich die erste Runde Tagebuchbloggen (eine Idee von Frau Brüllen) verpasst hatte, bot es sich heute an, da ich einen Tag Urlaub habe.

Der Tag beginnt gegen 1:00 mit nem Gang zur Toilette, was sich um ~3:15, ~5 und halb 8 wiederholt.

Um 8 Uhr stehen wir dann mal auf, der Mann hat heute auch Urlaub. Anplünnen, ich decke den Tisch und koche Tee, der Mann holt Brötchen
8:32 beginnen wir mit dem Frühstück
9:30 alle nochmal auf Klo, Aufbruch zu Besorgungen

10:15 Ankunft in Wedel beim Yachtlackierer, wir brauchen frische Farbe für das Unterwasserschiff vom Boot. Auf dem Weg amüsiert sich das das Kind im Bauch mit meiner Blase.

11:00 weiter geht’s mit Besorgungen fürs Boot, der Rumpf über Wasser, unter der Scheuerleiste soll neuen Lack bekommen. Dazu laufen wir den Bootsausstatter Toplicht an. Außer dem Lack kaufen wir gleich noch Teile für ein KiWa-Sonnensegel. Dazu gibt es aber nen separaten Beitrag.

11:30 Nächste Station örtlicher Rewe, kurz den Mittagstisch beim Griechen checken, WE-Einkauf.

12:00 kurz zu Hause, endlich auf Klo, Einkäufe verräumen, kleine Pause.

13:00 Mittagstisch beim Griechen, Grillplatte/Lammbraten mit Vorsuppe und Salat, bekomme Kinder-Ouzo (Zitronenlimonade) nachdem ich darauf hinweise dass ich schwanger bin. Dabei dachte ich man würde den Bauch jetzt wirklich nicht mehr übersehen können.

14:00 Mann beim Friseur absetzen, Drogeriemarkt im EKZ besuchen, Brötchen für Abendessen, Kuchen für Nachmittags besorgen. Nach Rücksprache per SMS Sportshirt für den Mann (wegen 10% auf alles bei Tchibo) kaufen.

14:30 ich fahre weiter Richtung Baumarkt, sammle auf dem Weg den frisch frisierten Mann ein. Im Baumarkt kaufen wir Gehörschutz, Staubschutz, Farbrollen, Kreppband (UV-Stabil). Alles Dinge für’s Boot.

14:45 Paket mit Ferroband kommt an.
Das ist ein Klebeband an dem Magnete haften. Wir wollen uns damit eine Magnettafel am CD-Schrank basteln.

Bis 16:00 haben wir an den Schranktüren gebastelt und dann an eine Tür Fotos drangehängt.

Um 16:15 trinken wir Tee und essen gekauften Kuchen dazu.

Danach gestalte ich bis 17:50 ein Dokument um Magnetpapier zu bedrucken. Daraus werden Schilder ausgeschnibbelt für einen Wochenplan, der die 2. Schranktür ziert. Der soll dafür sorgen, dass ich, wenn ich nicht mehr arbeite, ein wenig Regelmäßigkeit in die Hauselferei bekomme.

Gegen 18:45 beginnen wir mit der Zubereitung vom Abendessen, fast ein wenig spät denn um 19:30 heißt es Aufbruch zum GVK, der Mann kümmert sich um 2 Maschinen Wäsche.

Um 20:00 beginnt der Geburtsvorbereitungskurs, heute außer der Reihe am Freitag, als Ersatz für einen ausgefallenen Termin Mitte März. Endlich sind 3 Kreisssääle von 4 frei und wir können rüber ins Hauptgebäude uns das ganze mal angucken. Wir ziehen in den mit dem Namen Wasser, mit Wanne und extra breitem Bett. Jede zieht eine Geburts-Position und darf ausprobieren, ich erwische die „Hocke (mit Hilfe)“. Da ich die beweglichste und beschwerdefreieste im Kurs bin, passt das ganz gut, außerdem mag ich die Position. Wir gucken später auch noch die Sääle Wärme und Bewegung an und gehen dann wieder zurück ins Elternzentrum.

22:20 bin ich wieder zu Hause, lese die Twitter-Timeline nach und schreibe weiter an diesem Artikel.

23:17 ich glaube ich habe fertig, gleich geht’s ins Bett, nur noch schnell auf Knöpfchen drücken.